Josef Fritzenwallner
Sepp Fritzenwallner
Landesobmann (WLS)

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Antrag an das Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Salzburg am 19.05.2026

Herabsetzung der Einnahmen aus Kammerumlagen

Da es der Wirtschaft nicht wirklich rosig, eigentlich sehr schlecht geht, wird es für die WKS ebenfalls nötig werden, den Gürtel enger zu schnallen.

Zudem hat die WKÖ-Präsidentin Martha Schulz infolge der skandalösen Vorkommnisse mit der überproportionalen Erhöhung der Funktionsentschädigungen nun angekündigt, dass den Unternehmen bis Ende 2029 in Summe 100 Mio. Euro rückerstattet werden soll. Dazu hält sie fest, dass dieser Betrag aus der Kammerumlage und aus einzelnen Einsparungspotentialen kommen soll.

Aus diesem Vorhaben wird auch die WKS einen nicht unbeträchtlichen Beitrag leisten müssen.

Bei Betrachtung des Rechnungsabschlusses 2025 ergeben sich ausgabenseitig ein nicht unbeträchtliches jährliches Einsparungspotential von mindestens 3 Mio. Euro, wobei dies dem Ratschlag von Präsident Buchmüller an die Gemeinden entspricht, Kosten einzusparen.

Es ist somit eine Durchforstung aller Bereiche der WKS vorzunehmen und in Kernaufgaben, Bildungseinrichtungen und die vielen sonstigen Projekte zu differenzieren. Beim Bildungsbereich muss klar zwischen Ausbildung unserer zukünftigen Arbeitnehmer und Unternehmer und Beheben des katastrophalen Bildungsniveaus nach 9 Jahren Schule unterschieden werden, da die WKS nicht die Versäumnisse der schlechten Bildungspolitik beheben kann.

Zusätzlich sind die horrenden Hinterlassenschaften der Maderthaner-Präsidentschaft mit den Kammerzusatzpension bereits ausfinanziert, womit in Hinkunft geringere Mittel dafür erforderlich sind. Warum die Pensionen zu 122 % ausfinanziert sind, kann nur als übervorsichtig bewertet werden bzw. ist auch hier Geld geparkt.

Die seit Jahren (mindestens seit 2021) gleichbleibenden Rücklagen in Höhe von über 6,5 Mio. Euro sind in den nächsten 3 Jahren gänzlich aufzulösen.

Dass die Wahlrücklage nicht gegen die entstandenen Kosten aufgelöst wurde, sondern weiter aufgestockt wurde, hat den ausgewiesenen Gewinn vor Rücklagenbewegung um über eine Mio. Euro verringert.

Zusätzlich sind durch Einmaleffekte in den Abschreibungen erhöhte Ausgaben von über 4,5 Mio. Euro entstanden, welche in den nächsten Jahren wieder zur Verfügung stehen.

Es ergibt sich somit bei Analyse des Rechnungsabschlusses 2025 folgendes Ergebnis:

  • Gewinn nach Steuern 1.757.600,–
  • Einsparungspotential jährlich 3.000.000,–
  • Bildungsbereich 250.000,–
  • Wahlrücklage 1.000.000,–
  • Einmaleffekt Abschreibungen 4.500.000,–
  • = bereinigter Gewinn nach Steuern 10.507.600,–

Aus diesen Zahlen ist klar zu ersehen, dass ein riesiges Potential vorhanden, Kammerumlagen zu senken, ohne Grundumlagen erhöhen zu müssen. Diese Werte sind noch ohne die Rücklagenauflösungen, welche mit über 6,5 Mio. Euro zur Verfügung stehen.

Die WKS kann es sich bisher zusätzlich leisten, einen Umbau nach dem anderen zu planen, was sich die Finanziers (die Zwangskammermitglieder) alle miteinander momentan nicht leisten können. Auch hier sind Einsparungspotentiale alleine durch zeitliche Verschiebungen um das eine oder andere Jahr gegeben.

Dass wir bereits mehrmals (erfolglos) beantragt haben die Kammerumlagen zu senken, kommt nicht von ungefähr, sondern aus einer klaren Analyse der Daten.

 

Der unterfertigte Delegierte stellen daher folgenden Antrag:

 

Das Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Salzburg möge beschließen, dass das Präsidium und die Direktion der WKS ein klares Einsparungskonzept vorzulegen und dann auch beginnend mit dem 2. Halbjahr 2026 umzusetzen hat.

Salzburg, am 28.04.2026