Josef Fritzenwallner
Sepp Fritzenwallner
Landesobmann (WLS)

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Chancengleichheit im österreichischen Handel

Hin und wieder findet auch ein blindes Huhn ein Korn.

Im Klartext gesagt: Den EU-Verantwortlichen ist diesmal tatsächlich etwas Kluges einge-fallen.

Die sogenannte „Paketsteuer“ und der notwendige Zoll auf Güter aus Drittstaaten können allerdings nur der Anfang sein, wenn es um die Herstellung von Chancengleichheit im ös-terreichischen Handel geht.

Während die inhabergeführten Handelsbetriebe sämtliche Kosten vor Ort zu tragen haben, treten die Versender aus dem Ausland als reine Trittbrettfahrer auf. Luftsteuer, Lehrlings-ausbildung, Träger der örtlichen ehrenamtlichen Vereinsstruktur, Belebung des Ortsbildes und Nahversorgung, um nur einige Beispiele zu nennen, sind Teil des KMU-Leistungskata-logs.

Umso bemerkenswerter ist es, dass sich die Wirtschaftskammer zu einem Protest gegen die Herstellung dieser Chancengleichheit hinreißen ließ. Einmal mehr ein Grund, die Zwangsmitgliedschaft infrage zu stellen.

Beim sogenannten Handelsverband wiederum braucht man sich nur die Finanzgeber an-zusehen, um zu verstehen, warum selbst dort die Interessen der Versender wahrgenom-men werden.

Noch einmal Anerkennung, selten genug, den Verantwortlichen der EU, die diesmal tat-sächlich über den Tellerrand geschaut haben.