Josef Fritzenwallner
Sepp Fritzenwallner
Landesobmann (WLS)

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WKÖ-Reform abgesagt!

Es war zu erwarten. Ein altes Sprichwort sagt: „Neue Besen kehren gut“. Stimmt nicht immer.

Mit der „Bestellung“ der Mahrer-Nachfolgerin in der WKÖ als deren Präsidentin kann man sicher behaupten: „Außer Spesen nichts gewesen“.

Wenn es neuen Wind gäbe, hätte sich Martha Schultz dem sogenannten Wirtschaftsparlament gestellt und dort ihre angesagten Reformvorschläge präsentiert. Nichts von alledem.

Der ÖVP-WB kam zusammen und verkündete: „Der König ist tot, die Königin lebt“. Gelebte Demokratie und ein wirklich neuer Anfang hätten es zur Pflicht gemacht, das Wirtschaftsparlament einzuberufen und dort den zukünftigen Reformweg vorzustellen. Nichts von alledem, und das Motto der „Schwarzen“ ist: „War da was?“ Nicht einmal dieser Schein wurde gewahrt. Weiter also nach Gutsherrenart.

Der ganzen peinlichen Nummer setzt die designierte WB-Generalsekretärin noch ein Sahnehäubchen

auf. Tanja Graf: „Ich freue mich, Martha Schultz mit voller Kraft zu unterstützen, um den Wirtschaftsbund wieder zu einem wirtschaftspolitischen Erfolgsfaktor für die ÖVP zu entwickeln.“ Allein diese Aussage lässt einen Verdacht zur Wahrheit werden, indem die alten Zöpfe nicht abgeschnitten werden.

Diese ganze peinliche Vorgangsweise lässt sich nurmehr mit Sarkasmus hinnehmen und zum bayrischen Kabarettphilosophen Gerd Polt Zuflucht nehmen. „Mia woan vollzählig. Olles einstimmig.“

Das war’s dann fürs Erste.

Mit freundlichen Grüßen

Landesobmann der Wirtschaftsliste Salzburg

Josef Fritzenwallne